Lea's Blog
03. Juli 2008 14:17
mein Leben und ich...?
In einem halben Jahr werde ich 20. Fast 20 Jahre lebe ich schon in dieser Welt. Ein ganzes Leben zusammen mit meiner lieben und außergewöhnlichen Familie. Seit fast 20 Jahren in der selben Wohnung mitten in München. Ich könnte jetzt über meine "krasse" und "heftige" Pubertät, Jugend- und Kinderzeit schreiben. Kann ich aber nicht. Denn ich bin eigentlich schon fast 20 Jahre ein braves Mädchen. "Brav" ist Definitionssache und ein dehnbarer Begriff, doch welches Adjektiv würde es besser beschreiben, wenn man noch nie betrunken war, noch nie eine Zigarette angefasst hat, keine Jungsgeschichten ausgelebt hat. (bis ich die große Liebe gefunden habe ;-) )... Man könnte jetzt denken, dass ich eine langweilige Kindheit hatte... denn wenn man kein wildes Leben führt, dann gibt es auch keine spektaküläre Bekehrung? Mag sein. Ich hatte keine spektakuläre Bekehrung, in der es mir wie Schuppen von den Augen gefallen ist, dass Gott das Beste ist was mir passieren konnte. Ich habe immer geglaubt. Nicht immer wie eine Adventistin, aber ich wusste es gibt Gott.
Meine Eltern hatten vor ca 20 Jahren den ersten Kontakt zu einer Adventgemeinde. Seit ca 11 Jahren sind meine Eltern getauft und meine Schwestern wurden ab diesem Zeitpunkt gezwungen die Adventjugend zu besuchen. Das erste mal mit ziemlicher Unlust, die sich schnell zur Leiderschaft entwickelte. Mich musste man nicht zwingen. Ich wollte schon mit 11 hin.
Mit ca 11 oder 12 habe ich mich sehr zu Gott hingezogen gefühlt und wollte das auch durch die Taufe bezeugen. Mir wurde abgeraten. Zu jung. Ob es denn wirklich einen falschen Zeitpunkt für die Taufe geben kann, sei dahin gestellt. Doch für mich wäre es der falsche gewesen. Mit 14 hat mir dann Kirche jetzt nicht mehr so gut wie mit 11 gefallen. Nur weil ich keine wilde Jugend hatte, heißt es nicht, dass ich nicht einige Phasen der Pubertät durchleben musste. Ich war eine Tussi. Dies können meine zwei großen Schwestern nur zu gut bestätigen. Ich weiß noch wie sie mir beide mehrmals zu verstehen gegeben haben, dass sie denken, dass ich meinen Schwerpunkt nicht so auf mein Äußeres bzw meine Klamotten legen sollte. Sie hatten Recht. Aber für mich war das auch eine wichtige und schöne Zeit. Aber lustig, wenn ich daran denke, wie gestylt ich in die Schule gegangen bin- eine Mädchenschule.
Im Endeffekt führe ich ein schönes Leben. Ein Leben mit tollen Eltern, mit tollen großen Schwestern, die mein Leben sehr geprägt haben, mit einem lieben Schwager, mit dem beschten Freund der Welt, tollen Freunden, super Haustieren und mit dem größten und liebsten Vater, dem lieben Gott!

