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Miki's Blog

30. Juni 2008 22:01

Wer bin ich?

Im Garten nach dem Grillen

Tamara, Lana und ich

Die Frage: "Wer bin ich?" ist wahrscheinlich eine der kompliziertesten Fragen, die je nach einer Antwort gesucht hat. Die Phliosophen und Denker unserer Welt haben sich schon vor Jahrtausenden diese Frage gestellt - nicht immer konnten sie eine befriedigende Antwort finden.
Wer bin ich? Ich bin ein Serbe, der mehr als die Hälfte seines Lebens in Deutschland gelebt hat. Ich bin Pastor und ich liebe Fußball (Hertha BSC) und Zeitunglesen (von Bild bis Geo). Ich bin 30 Jahre alt. Nochmal soviel und ich bin 60. Noch mal so viel und ich bin tot. Wow! Ich mag Musik, die die meisten garnicht kennen. Ich bin rastlos, glaube ich. Aber wer bin ich? Also bleiben wir bei den Rollen, in denen wir so in unserem Leben vorkommen - vielleicht beschreiben diese uns am besten. So bin ich Ehemann, Sohn, Vater, Freund, Pastor, Bruder, Fan und Geschöpf.

Sohn: Als Sohn war ich nicht der Traum, schätze ich. Eigensinnig, dickköpfig und unermüdlich. Ich tröste mich, dass es schlimmere als mich gab. In der Schule nicht schlecht, aber das Leben ist ja nicht nur Schule. Man kann ohne zu übertreiben sagen, dass der Großteil der grauen Haare auf den Köpfen meiner Eltern auf mein Konto gehen. Besonders die Pubertät und Jugendjahre in Berlin und in den Straßen Berlins dürften die kompliziertesten gewesen sein. Unzählige schlaflose Nächte, Enttäuschungen, Angst und Sorge um mich - aber nie ein Gramm oder Millimeter weniger Liebe für mich. Irgendwann griff Jesus ganz massiv in mein Leben ein. Alles veränderte sich allmählig. Heute sind die besonders stolz auf mich. Ich werde im Fernsehen sein. Ich versuche ein guter Sohn zu sein.

Ehemann: Meine Tami (Tamara) kenne ich mehr als mein halbes Leben lang. Früh haben wir uns verliebt und nach einer interessanten gemeinsamen Geschichte mit Kreativpausen und Umwegen haben wir im September 2003 den Rest unseres gemeinsamen Lebens begonnen - als wir geheiratet haben. Als Ehemann des Jahrhunderts werde ich wahrscheinlich nicht in die Geschichte eingehen. Und wieder der Trost: es gibt Schlimmere. Ich bin sehr oft nicht zu Hause, weil ich viel arbeite. Ich bin kein (guter) Hausmann. Irgendwie denke ich immer, dass sich die Klamotten, die ich ausziehe, von alleine in den Wäschekorb bewegen. Aber sie tun es irgendwie nicht. Mit dem Staubsauger hab ich mich früh verstritten, seitdem will er mit mir nichts zu tun haben. Für die Küche hab ich kein gültiges Visum. Aber wenn ihr sie fragt, dann wird sie euch sagen, dass es durchaus Dinge an mir gibt, die sie liebt. Ich bin unkompliziert, nie schlecht gelaunt, zickig oder eingeschnappt (total unmännlich, Jungs). Ich bin nicht geizig und ich gebe ihr das Gefühl, dass sie sicher ist mit mir. Sie ist der eine Mensch, den du findest und der für immer mit dir bleibt. Die Familie ist es, für die es sich lohnt, alles zu geben. Meine Tami liebe ich länger als mein halbes Leben lang.

Vater: Seit dem 01.04.2008 bin ich auch noch der Vater von Lana Jovanovic. Als Tami schwanger war träumte ich zwar von einem Sohn, aber jetzt - drei Monate nach der Geburt - bin ich der stolzeste Tochtervater auf der ganzen Welt. Für eine Bewertung meiner Vaterqualitäten ist es noch zu früh, da alles noch sehr neu und frisch ist. Nun, wenn es nach dem Windelnwechseln gehen würde, dann würde es eher Richtung 5 tendieren. Wenn es nach dem "Geschenke kaufen und Menschen von seiner Tochter erzählen, auch wenn es die nicht interessiert" gehen würde, dann reden wir von einer glatten 1. Eins weiß ich: Bei all den Fehlern, die ich als Vater machen werden, wird sie sich immer der tiefen und unkaputtbaren Liebe sicher sein, die ich für sie in meinem Herzen trage. Sie ist die Sonne, um die wir "Alten" uns drehen. Sie ist jetzt wichtig - ich nicht mehr.


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